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Richter Di Jen-dsiä war Richter, Detektiv, öffentlicher Ankläger und Vertreter des Gerichts in einer Person und für alle Belange der Bevölkerung in seinem Distrikt verantwortlich. Natürlich war er bei einer solchen Pflichtenhäufung ständig überlastet, schaffte es aber auf wundersame Weise immer wieder, seine Fälle brillant zu lösen. Di, der zur Zeit der Tang-Dynastie tatsächlich gelebt hat und es im Laufe seines Lebens sogar bis zum Minister gebracht hat, war überzeugter Konfuzianer, recht konservativ und verachtete die anderen damaligen Glaubensrichtungen wie etwa den Taoismus oder den Buddhismus. Von Wachen und anderen Gerichtspersonen konnte der Richter bei seinen vielfältigen Aufgaben keine Hilfe erwarten, daher suchte er sich Gehilfen, die ihn neben seinem treuen Wachtmeister Hung während seiner Amtstätigkeit begleiteten.

Der niederländische Diplomat Robert van Gulik hinterließ seiner Nachwelt insgesamt 17 kürzere und längere Kriminalromane um die historisch authentische Gestalt des Richters Di Jen-dsiä. Der französische Romanschriftsteller und China-Kenner Frédéric Lenormand hat nun im Stile van Guliks weitere Romane um Richter Di veröffentlicht. Richter Di ist wieder da!

Von den Richter Di-Romanen sind bereits Übersetzungen ins Tschechische (Garamond), ins Spanische (Ed. Paisos Iberica), ins Portugiesische (Europress) und ins Bulgarische (ed. Paradox) erschienen.