Karriere des Richters Di Yen-Dsiä

 

630  Di wird in Taiyuan, der Hauptstadt der Provinz Shanxi, geboren. Dort besteht er seine Provinzexamina.

 

650  Richter Dis Vater wird zum Kaiserlichen Ratgeber in der Hauptstadt ernannt; Di wird sein Assistent. Die Eltern veranlassen, dass er Lin Erma, die Tochter eines sehr hohen Beamten zur Ehefrau nimmt. Nach dem Bestehen der literarischen Prüfung wird er zum Sekretär der kaiserlichen Archive ernannt und nimmt sich eine zweite Ehefrau. Eine etwa um das Jahr 660 durchgeführte Ermittlung in den Archiven bringt ihn auf die Idee, sich für die Karriere eines Wander-Richters zu bewerben.

 

663  Di tritt seinen ersten unabhängigen Beamtenposten in Peng-lai, einer kleinen Küstenstadt im Nordosten – in der Nähe der Mündung des Gelben Flusses – an. Er heiratet ein drittes Mal, diesmal die Tochter eines verarmten Akademikers.

 

664  Zehn kleine chinesische Dämonen: Während eines Gespensterfestes werden einige Statuetten gefunden, welche Zauberei betreibende Gottheiten darstellen – und zwar an den gleichen Stellen, an denen verschiedene Morde begangen worden sind. Di muss den Grund für diese Häufung an Verbrechen herausfinden und die Bevölkerung beruhigen, die überzeugt davon ist, dass die Dämonen aus der Hölle geflohen sind. Die Nacht der Richter: Di wird an die Präfektur von Pien-fu beordert, eine angenehme Badestadt, die bei allen seinen Kollegen sehr begehrt ist. Dort bittet man ihn, das Rätsel zu lösen, das durch den Mord am örtlichen Bezirksrichter entstanden ist.

 

666  Di wird nach Han-yuan versetzt, eine Stadt an den Ufern eines Sees im Nordwesten der Hauptstadt.   Dame Di leitet eine Ermittlung: Bewegungsunfähig aufgrund eines gebrochenen Beines überlässt er es seiner Ersten Dame, den Ursprung einer im Wald gefundenen Mumie sowie eines Skelettes, das im Garten eines berühmten Malers ausgegraben wurde, aufzuklären.

 

667  Die heikle Kunst des Duells: Di sieht sich konfrontiert mit einer geheimnisvollen Epidemie, welche für Panik unter den Bürgern sorgt.

 

668  Richter Di wird nach Pu-yang versetzt, eine blühende Stadt am Großen Kaiserkanal, der das Reich von Norden nach Süden durchquert.   Das Wasserschloss von Tschou-An-See: Auf dem Weg zur Amtsübernahme zwingt ihn eine Überschwemmung, ein paar Tage in einem luxuriösen Landhaus zu verbringen, wo eine im Wasser treibende Leiche offenbar eindringlich darum bittet, dass ihr Tod gesühnt wird.  Der Palast der Kurtisanen: Im Frühling soll Di den Fall einer Leiche ohne Kopf aufklären, die in einem Bordell für reiche Bürger aufgefunden worden ist.

669  Wenn Mönche morden: Richter Di besucht ein Taoistenkloster und schickt seine Erste Dame in ein buddhistisches Nonnenkloster, um sich an einem abgelegenen Ort zu entspannen. Eine Reihe geheimnisvoller Todesfälle beunruhigt die Mönche.

 

676  Di ist Bezirksrichter in Pei-tscho, im äußersten Norden des Reiches, einer Gegend, die unter bedeutendem mongolischem Einfluss steht. Tod eines Go-Meisters: Während eines Ausflugs durch die Berge macht er in einer kleinen Grenzstadt Halt, wo dieses Spiel gerade für Furore sorgt.

 

677  Di wird in die Hauptstadt versetzt.  Tod eines chinesischen Kochs: Während er auf seinen neuen Einsatz wartet, wird er beauftragt, in den Küchen der Verbotenen Stadt zu ermitteln. Von seinem Ergebnis hängt das Leben von etwa hundert Köchen ab.  Medizin für Mörder: Am Ende des Jahres soll Di einen Mörder unter den Mitgliedern des Großen Ärztlichen Dienstes entdecken, einer zentralen Einrichtung der chinesischen Medizin.

 

680  Di Yen-Dsiä wird zum Minister der Kaiserin Wu ernannt.

 

700  Nachdem ihm der Rang des Herzogs von Liang verliehen worden ist, stirbt Di in Chang-an im Alter von 70 Jahren.